Stückinfo

Musical von Leonard Bernstein (Musik), Betty Comden & Adolph Green (Gesangstexte) und Joseph A. Fields & Jerome Chorodov (Buch)

Deutsch von Roman Hinze

Staatsoperette Dresden /D
(Eröffnung des Neubaus)

Zwei Schwestern aus einer verschlafenen Kleinstadt wollen im New York der 1930er-Jahre Karriere machen. Die intellektuelle Ruth möchte Schriftstellerin werden. Die naive Eileen zieht es zur Bühne. Doch von der Jobsuche bis zum Finden einer Wohnung hält die überdrehte Großstadt zahlreiche Hindernisse für die beiden bereit. Bald umkreist die Schönheiten vom Land auch ein ganzer Schwarm Männer: ein verkanntes Maler-Genie, ein einfältiger Football-Spieler, ein smarter Chefredakteur und sogar eine ganze Schiffsladung brasilianischer Matrosen. So viel sei verraten: Nach einigen Turbulenzen gibt es für die beiden charmanten Schwestern natürlich ein Happy End.

In nur fünf Wochen legte Leonard Bernstein die fertige Partitur vor. Ein Meisterwerk. In seinem Musical lebt der Geist der pulsierenden Metropole New York mit ihrer bunt gemischten Bevölkerung aus Einheimischen und europäischen Emigranten. Die Uraufführung fand 1953 in New York statt. Das Publikum war begeistert – so sehr, dass danach 559 weitere Aufführungen folgten. Bis heute wurde das Musical allerdings nur sehr selten inszeniert. Lediglich 1981 erlebten die Zuschauer das Stück in einer deutschen Produktion. Danach kamen bloß Auszüge zur Aufführung, so unter anderem im Silvesterkonzert mit Simon Rattle aus dem Jahr 2002. (Text: Staatsoperette Dresden)

Medien

Leitungsteam

Regie
Matthias Davids
Musikalische Leitung
Peter Christian Feigel
Choreografie
Melissa King
Bühne
Mathias Fischer-Dieskau
Kostüme
Judith Peter
Lichtdesign
Guido Petzold
Dramaturgie
Heiko Cullmann

Darsteller

Ruth Sherwood, Schriftstellerin
Sarah Schütz
Eileen Sherwood, Ruths Schwester
Olivia Delauré
Robert Baker, Redakteur
Bryan Rothfuss
"The Wreck" Loomis, Footballspieler
Marcus Günzel
Chick Clark, Journalist
Gerd Wiemer
Frank Lippencott / Fremdenführer / 1. Redakteur
Jannik Harneit
Appopoulos, Maler und Vermieter
Thomas Bayer
Helen, Verlobte von Loomis
Anne Schaab
Mrs. Wade, Helens Mutter
Silke Fröde
Mrs. Wade, Helens Mutter
Silke Richter
Speedy Valenti
Christopher Hemmans
Fletcher / 2. Redakteur / Produzent / Danny
Dietrich Seydlitz
Lonigan, Wachtmeister
Hauke Möller
Violet
Mandy Garbrecht

Presse

Versenkt im zweiten Anlauf

Volltreffer: Das unbekannte Werk spornte Sänger, Tänzer und Musiker im neuen Haus zu Höchstleistungen an. Das halb-projizierte Bühnenbild von Mathias Fischer-Dieskau erlaubt rasante Umbauten und Weltenwechsel. Regisseur Matthias Davids führt die fast unübersichtlich vielen Rollen mit einer Leichtigkeit durch die von Guido Petzold stimmungsvoll ausgeleuchteten Häuserschluchten; und der Choreografin Melissa King verdanken wir die frischen, authentisch wirkenden Tanzeinlagen.

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Musik in Dresden, Martin Morgenstern

Versenkt im zweiten Anlauf

Foto: Stephan FlossFoto: Stephan Floss

Nach der verkorksten »Orpheus«-Premiere landet die Staatsoperette mit »Wonderful Town« einen Volltreffer: das unbekannte Werk spornte Sänger, Tänzer und Musiker im neuen Haus bei der Premiere am Donnerstag zu Höchstleistungen an. Das halb-projizierte Bühnenbild von Mathias Fischer-Dieskau erlaubt rasante Umbauten und Weltenwechsel. Regisseur Matthias Davids führt die fast unübersichtlich vielen Rollen mit einer Leichtigkeit durch die von Guido Petzold stimmungsvoll ausgeleuchteten Häuserschluchten; und der Choreografin Melissa King verdanken wir die frischen, authentisch wirkenden Tanzeinlagen. Zuletzt – und zuerst – ist es das Orchester, das unter der Leitung von Peter Christian Feigel ein wahres Bernstein-Feuerwerk abbrennt und hier endlich zeigen kann, was in ihm steckt. Zu recht wurden Regieteam, Dirigent, Orchester, Tänzer und Sänger (allen voran Sarah Schütz als Ruth Sherwood) zur Premiere bejubelt, beklatscht, bewundert, gefeiert! Mit »Wonderful Town« hat die Staatsoperette nun endlich ein Werk, das dem neuen, überwältigenden Kraftwerk-Ambiente gewachsen ist. Hut ab – herrlich ist das geworden!

25.12.2016 ▪

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Musik in Dresden

Dresden liegt am Broadway

Wie ein unbekanntes Stück zur mitreißenden Produktion werden kann, zeigt die Staatsoperette überzeugend im Kulturkraftwerk. Regisseur Matthias Davids verbindet Musik und Bild, Geschichten und Gags zu einer flotten Inszenierung. Die bleibt bei der Story, ohne sie zu überfrachten, und bedient das Genre, ohne banal zu werden.

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Sächsische Zeitung

Dresden liegt am Broadway

Wie ein unbekanntes Stück zur mitreißenden Produktion werden kann, zeigt die Staatsoperette überzeugend im Kulturkraftwerk.

Von Jens Daniel Schubert

Auf der Bühne Schwestern und überragende Darstellerinnen: Olivia Delauré als Eileen und Sarah Schütz als Ruth Sherwood.
Auf der Bühne Schwestern und überragende Darstellerinnen: Olivia Delauré als Eileen und Sarah Schütz als Ruth Sherwood.

© Stephan Floß

Als „Wonderful Town“, als eine tolle Stadt, so erscheint den Schwestern Ruth und Eileen New York, und sie machen sich auf, diese zu entdecken. Diese simple Story erzählt „Wonderful Town“, ein selten gespieltes Musical von Leonard Bernstein. Und die Staatsoperette machte sich auf, es neu für die Bühne zu entdecken. Wer nun ins Kulturkraftwerk geht, um zu sehen und zu hören, wie die Bühne dort „angekommen“ ist, dann kann er das jetzt, nach der durchwachsenen „Orpheus“-Premiere, endlich richtig erleben. Es ist toll.

Dünne Story, grandiose Musik

Vielleicht ist es die wenig substanzielle Story ohne tiefschürfende Hintergedanken, die dem Stück den Zugang zu den Top-Sellern des Musicals verwehrte. Die beiden Mädels suchen eine Wohnung, einen Job und einen Mann. Sie finden alles, die eine mehr, die andere weniger. Glücklich sind schließlich beide. Auf dieser Suche bieten sich allerhand Gelegenheiten für musikalische Szenen, für flotte Tänze, mal brasilianisch, mal irisch, für eingängige Melodien, ob die schmissige Ballade vom Football-Star, der melancholische Liebessong oder das Heimwehduett der Schwestern. Das erinnert mehr an eine Nummernrevue, und der dramaturgische Faden wird dünn wie ein Frauenhaar, ohne jedoch endgültig zu reißen. Die Musik hat Substanz und Stil, sie geht zu Herzen und in die Beine. Wie das die Künstler meistern, ist schlichtweg mitreißend. Peter Christian Feigel am Pult lässt die Musiker swingen, hat das richtige Feeling, eine Nummer flüssig an die andere zu knüpfen und das neue Haus mit Broadway-Sound zu fluten.

Mathias Fischer-Dieskau baut die Türme der NY-Skyline und lässt sie videoanimiert drehen, ein Steg mit variablen Treppen, wenige Dekorationsteile schaffen schnell die nötigen Räume und Freiräume für Tanz und Bewegung. Das ist schön und nutzt die neue Technik sinnvoll. Melissa King hat die Choreografien geschaffen. Sie gibt den offenen Umbauten Rhythmus, sie erzählt Geschichten zwischen den Personen, entfaltet Revuequalitäten und verschmilzt Ballett, Solisten und den Chor zu einem begeisternden Ensemble.

Regisseur Matthias Davids verbindet Musik und Bild, Geschichten und Gags zu einer flotten Inszenierung. Die bleibt bei der Story, ohne sie zu überfrachten, und bedient das Genre, ohne banal zu werden. Dabei kann er auf ambitioniert mitspielende, singende und tanzende Akteure bauen: ein Ballett voller Elan und Präzision, ein Chor, der stimmlich und spielerisch sehr präsent und so geschickt choreografiert ist, dass keine Unterschiede zwischen den Ensembles auffallen.

Das ganze Ensemble rockt die Bühne

Als Schwesternduo rocken Sarah Schütz und Olivia Delauré die Bühne. Beide geben den Figuren Profil und Ausstrahlung, singen auf hohem Niveau und tanzen, dass einem die Augen übergehen. Unterstützt werden sie wie die anderen Spieler von schicken, ebenso charakterisierenden wie gut aussehenden Kostümen von Judith Peter. Neben dem Schwesternpaar überzeugen ein sympathisch auftrumpfender Sportsmann Marcus Günzel und ein romantisch verliebter, klangvoll singender Bryan Rothfuss. Doch auch die anderen fast 20 Rollen sind exquisit besetzt.

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Sächsische Zeitung

Perfekt gemachte Unterhaltung

Was an Potenzial in der Truppe steckt, kam immerhin bei Bernsteins vergleichsweise selten zu sehendem Musical Wonderful Town (1953) zum Vorschein. Für die deutschsprachige Erstaufführung dieser Liebeserklärung an New York, die 1956 in der Wiener Volksoper über die Bühne ging, hatte Marcel Prawy die Übersetzung besorgt. Die Dresdner Version hat jetzt zwar etwas Museales, funktioniert aber als perfekt gemachte Unterhaltung. Weil Regisseur Matthias Davids alles mit instinktsicheren Rampeneffekten in Szene setzt, das Timing stimmt und die zeitlosen Pointen einfach sitzen.

Standard Wien

Kunstvoll und exakt

Alle Beteiligten glänzen mir ihrer Begeisterung und ihrem Engagement in der Inszenierung von Matthias Davids. Dieser bringt viel Witz und Tempo in das choreografisch geprägte Bühnengeschehen. Dass man eine solche kunstvolle und exakte Musicalvorstellung in einem Repertoirehaus erleben kann und dieses einen Schwerpunkt auf die sogenannte "leichte Muse" gesetzt hat, macht Dresden wirklich zur "Wonderful Town".

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Musicals

Regisseur Matthias Davids setzt auf Tempo und genaues Timing und gibt damit dem Abend den Charme einer Boulevardkomödie. (...) Happy End für alle und großer Jubel, auch für den Mut, diese fast vergessene Liebeserklärung an eine Stadt als Einstand im Kulturkraftwerk gewählt zu haben.

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Blickpunkt Musical

Termine

22. Dezember 2016, 19:30 Uhr
Staatsoperette Dresden (Neubau)

23. Dezember 2016, 19:30 Uhr
Staatsoperette Dresden (Neubau)

28. Januar 2017, 19:30 Uhr
Staatsoperette Dresden (Neubau)

29. Januar 2017, 15:00 Uhr
Staatsoperette Dresden (Neubau)

21. Februar 2017, 19:30 Uhr
Staatsoperette Dresden (Neubau)

22. Februar 2017, 19:30 Uhr
Staatsoperette Dresden (Neubau)

03. März 2017, 19:30 Uhr
Staatsoperette Dresden (Neubau)

04. März 2017, 19:30 Uhr
Staatsoperette Dresden (Neubau)

05. März 2017, 15:00 Uhr
Staatsoperette Dresden (Neubau)

17. Mai 2017, 19:30 Uhr
Staatsoperette Dresden (Neubau)

18. Mai 2017, 19:30 Uhr
Staatsoperette Dresden (Neubau)

26. Mai 2017, 19:30 Uhr
Staatsoperette Dresden (Neubau)

28. Mai 2017, 18:00 Uhr
Staatsoperette Dresden (Neubau)

08. Juni 2017, 19:30 Uhr
Staatsoperette Dresden (Neubau)

13. September 2017, 19:30 Uhr
Staatsoperette Dresden (Neubau)

14. September 2017, 19:30 Uhr
Staatsoperette Dresden (Neubau)

15. September 2017, 19:30 Uhr
Staatsoperette Dresden (Neubau)

07. Oktober 2017, 19:30 Uhr
Staatsoperette Dresden (Neubau)

11. November 2017, 19:30 Uhr
Staatsoperette Dresden (Neubau)

12. November 2017, 15:00 Uhr
Staatsoperette Dresden (Neubau)

13. Dezember 2017, 19:30 Uhr
Staatsoperette Dresden (Neubau)

14. Dezember 2017, 19:30 Uhr
Staatsoperette Dresden (Neubau)

31. Januar 2018, 19:30 Uhr
Staatsoperette Dresden (Neubau)

01. Februar 2018, 19:30 Uhr
Staatsoperette Dresden (Neubau)

21. März 2018, 19:30 Uhr
Staatsoperette Dresden (Neubau)

22. März 2018, 19:30 Uhr
Staatsoperette Dresden (Neubau)

23. März 2018, 19:30 Uhr
Staatsoperette Dresden (Neubau)

24. März 2018, 19:30 Uhr
Staatsoperette Dresden (Neubau)

25. März 2018, 15:00 Uhr
Staatsoperette Dresden (Neubau)

12. April 2018, 19:30 Uhr
Staatsoperette Dresden (Neubau)

13. April 2018, 19:30 Uhr
Staatsoperette Dresden (Neubau)

14. April 2018, 19:30 Uhr
Staatsoperette Dresden (Neubau)

15. April 2018, 19:30 Uhr
Staatsoperette Dresden (Neubau)